Vogelbeobachtung

Lachmöwe (Chroicocephalus ridibundus)

Zur Vogelbeobachtung gehört eigentlich nicht viel dazu, außer Motivation, etwas Neues zu entdecken. Als vogelbeobachtende Person ist man im Prinzip auch naturwissenschaftlich und forschend auf einer Reise in der Natur unterwegs. Dies kann überall sein, beispielsweise könnte man zum See gehen oder in den Wald, oder man schaut sich einfach auf dem Weg zur Arbeit, in die Schule oder zur Universität um. Denn Vögel kann man wirklich überall finden, manchmal hört man aber auch nur ihren Vogelgesang.

Als Mitglieder der Münchner Jugendgruppe möchten wir uns gerne, auch gemeinsam mit der Hochschulgruppe, alle zwei Wochen auf den Weg machen, um Vögel in der Natur zu beobachten.

Schnitzelvogel

Der Titel mag sich vielleicht komisch anhören, aber nein, es ist keine neue Vogelart in München entdeckt worden.

Es ist eine Aktion, die wir zusätzlich zu einer Exkursion durchführen:

Im Prinzip machen wir alle zwei Wochen eine Wanderung durch die Münchner Stadtnatur und beobachten dort Vögel. Also ist es praktisch eine Vogelbeobachtungsschnitzeljagd. Da uns der Name aber zu lang war, wurde daraus der Schnitzelvogel. Wir haben also vor, uns – mit Fernglas und Kamera ausgestattet – auf die Suche nach verschiedenen Vogelarten zu machen. Die zu beobachtenden Vogelarten werden sich je nach Ziel des Ausfluges unterscheiden: Wir könnten z.B. an Gewässern wie im Nymphenburger Park Stockenten beobachten oder in einem Park wie dem Englischen Garten Kohlmeisen usw. Wir überlegen vorbereitend, welche Vögel man am jeweiligen Ort sehen könnte und wollen dann im Stil einer Schnitzeljagd gezielt nach diesen Vogelarten Ausschau halten und sie fotografieren. Die drei besten Fotos der jeweiligen Touren werden dann auf dieser Internetseite präsentiert.

Schnitzelwoche 1: Der Eisvogel im Nymphenburger Park

Eisvögel sind sehr bunt gefärbt: Der Bauch und die Brust sind orangerot und der Rücken und Teile des Kopfes sind blau. Bei den Weibchen ist der untere Schnabelteil zusätzlich noch rötlich, der Schnabel des Männchens ist komplett schwarz. Die Vögel haben sehr lange Schnäbel, aber einen eher kurzen Schwanz, weshalb sie immer ein wenig „vorderlastig“ wirken.

Eisvögel lieben kleinere, schnell fließende Gewässer zum Fische fangen. Dazu sitzen sie geduldig auf einem Ast direkt am Wasser und halten Ausschau nach einem Fisch nahe der Wasseroberfläche. Wenn sie einen entdecken, fliegen sie los und versuchen in spektakulären Sturzflügen den Fisch zu fangen.
Zum Brüten brauchen Eisvögel ein steiles Ufer, in das sie ihre Nester bauen können. Dazu graben sie eine lange Neströhre, an deren Ende dann die Eier gelegt werden. In dieser Röhre füttern die Eltern auch die Jungen, bis sie flügge sind und selbst lernen können, wie man Beute macht.

Meist sieht man vom Eisvogel nur einen blauen Blitz, wenn er schnell an einem vorbeifliegt. Aber im Nymphenburger Schlosspark in München kann man ihn auch auf einem Ast sitzend sehen und sein farbenfrohes Gefieder bewundern.